Deutschland belegt mit unserem Mitglied Aline Krauter bei der Mädchen-WM in Kanada Platz 10.

Die Mädchen des Junior Team Germany büßen auf der Finalrunde der 3. inoffiziellen Team-WM in Kanada einige Plätze ein und fallen dadurch im Endklassement noch auf den geteilten 10. Platz zurück.

Mississaugua/Kanada – Vor dem Start in den letzten Tag der World Junior Golf Championship, die vor den Toren Torontos ausgetragen wurde, standen die Vorzeichen für das Team von Mädchen-Bundestrainer Sebastian Rühl gut und der Rückstand auf die Medaillenränge war mit drei Schlägen denkbar knapp. Am Finaltag wurden die Hoffnungen auf eine Top-Platzierung von Sturm und Regen aber bald hinfortgeweht.

Der 5.806 Meter lange Par-72-Course des Mississaugua GCC spielte sich ungemein anspruchsvoll und so musste der Bundesadler Federn lassen.

Das Team, bestehend aus Esther Henseleit (Hamburger GC), Alexandra Försterling (GLC Berlin-Wannsee) und Aline Krauter (Stuttgarter GC Solitude), hatte sich am Morgen des Finaltages sehr gut vorbereitet und auf der Driving Range war die Stimmung bestens. „Es gibt Tage, da kann man als Trainer schon vorher sehen, dass es nicht laufen wird, weil jemand schlecht geschlafen hat, die Bälle auf der Range nicht gut fliegen oder sonst irgendetwas nicht passt. Aber: nichts von alledem war hier der Fall! Alle haben sich extrem wohl gefühlt und trotzdem lief auf dem Platz nichts zusammen. Solche Tage gibt es. Ich habe aber trotzdem einen ganz tollen Eindruck von dieser WM. Schaut man auf die Ergebnisse, sieht man, dass es eine enge Geschichte war, gerade nach dem dritten Tag. Das ist ein Zeichen, wie gut wir kämpfen können. Es war mein absolutes Highlight, zu sehen, dass wir vorne mitspielen können“, war der Bundestrainer nach der Finalrunde nicht enttäuscht von seinem Team. Sebastian Rühl zog auch schnell die Lehren aus dem, was er gesehen hatte: „Im langen Spiel gibt es keine Nation, die uns etwas vormachen kann. Ein ganz großer Trainingsschwerpunkt muss im Bereich des kurzen Spiels gesetzt werden. Hier in Kanada kam als besondere Herausforderung dieses spezielle, sehr widerspenstiges Gras um die Grüns dazu. Das ist sehr tricky zu spielen. Wir werden schauen, dass wir den Bereich ab 30 Metern zur Fahne besonders trainieren werden. Wenn wir das ein bisschen verbessern, können wir im nächsten Jahr hier eine sehr ordentliche WM spielen – und darauf freue ich mich jetzt schon.“

Auf der Finalrunde brachte Aline Krauter eine 77 rein und war damit die beste Deutsche, auch wenn sie erstmals kein Birdie auf ihre Scorekarte bringen konnte.

Einen Schlag mehr hatte Lexi Försterling gebraucht. Der Berlinerin gelang zwar ein Birdie, aber der Score wurde durch einen Triple- und einen Doppelbogey verhagelt. Das Fazit 16-Jährigen fällt dennoch positiv aus: „Diese WM hat viel Spaß gemacht. Wir haben uns megagut verstanden und das ist nicht wirklich selbstverständlich. Der Platz war sehr schwer, besonders bei diesen Bedingungen. Der Höhepunkt war für mich der dritte Tag. Wir haben gesehen, dass wir auch bei richtig schlechtem Wetter punkten können.“

Esther Henseleit, die in der Gesamtwertung beste Deutsche wurde, hatte am Finaltag mit einer 80 ihren schlechtesten Score der WM unterschrieben. Auch die Falkensteinerin war ohne Birdie geblieben und rutschte damit auch in der Einzelwertung noch aus der Top 10. Für die Norddeutsche endet in Kanada nun ein echter WM-Marathon, denn kurz vor der Mädchen-WM hatte Henseleit auch schon bei der Team-WM der Damen in Mexiko unter den Schwingen des Bundesadler gespielt.

stebl´

Deutschland belegt mit unserem Mitglied Aline Krauter bei der Mädchen-WM in Kanada Platz 10.